Grußwort

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir dürfen uns auf einen weiteren Jahreskongress in Kassel freuen und begrüßen Sie und alle Teilnehmenden als Kongresspräsidenten auf das Herzlichste.

Was macht unser Fach so besonders im Jahre 2024?

Unser Arbeitsalltag ist bestimmt von Interdisziplinarität. Wir erleben diese in der Verzahnung mit Diagnostik wie der Radiologie, Nuklearmedizin, Pathologie und vor allem immer mehr der Molekularpathologie, im Zusammenspiel mit anderen onkologischen Behandlern, wie den chirurgisch tätigen Fächern und den mehr systemtherapeutisch tätigen Kolleginnen und Kollegen. Zusätzlich pflegen wir die Zusammenarbeit mit Psychoonkologen, Patientenvertretern, Selbsthilfegruppen und nicht zuletzt auch mit unseren MTRAs, Physikern und Pflegekräften.

Das macht unser Fach besonders und einzigartig: Unser Fach hat einen Stellenwert bei allen onkologischen Erkrankungen, wir sind Mittler zwischen Lokal- und Systemtherapie, in der Kuration und Palliation, und zunehmend in der Oligometastasierung für unsere Patienten aller Altersgruppen mit ihren spezifischen Bedürfnissen. Daher sind wir es, die hochkompetent evidenzbasierte Medizin in den Tumorboards vertreten müssen. Das erfordert permanente kritische Auseinandersetzung und Reflexion der Datenbasis.

Diese Interdisziplinarität und evidenzbasierte Medizin möchten wir in Kassel 2024 ganz besonders in den Fokus stellen und den Mehrwert der Strahlentherapie selbstbewusst in der primären, adjuvanten, palliativen und oligometastasierten Situation darlegen und dies mit unseren onkologischen Partnern in spannenden Symposien diskutieren, an Hand aktueller Studiendaten.

Die Radioonkologie entwickelt sich permanent technologisch weiter. Unsere Innovationen und technischen Entwicklungen müssen für unsere Patientinnen und Patienten nützlich sein. So können beispielsweise KI-basierte Algorithmen in der Konturierung und einer möglicherweise funktionellen Bestrahlungsplanung unterstützen. Auch die Strahlenbiologie und die klinische Forschung in der Ära der Immuntherapie eröffnen unseren Patienten neue Perspektiven.

Letztendlich steht aber der Patient im Mittelpunkt unseres Handelns und nur durch den Patientenkontakt und einem empathischen und kompetenten Auftreten, mit dem Gefühl der Menschlichkeit Sorgen und Nöte der Patienten ernst zu nehmen, können wir unsere therapeutischen Möglichkeiten und Kompetenzen zum Wohle des Patienten einsetzen.

Lassen Sie uns gemeinsam die wertvolle Zeit nutzen, Forschungsergebnisse interdisziplinär zu bewerten und zu diskutieren, neue Technologien zu bestaunen und vor allem aber miteinander ins Gespräch zu kommen.

Genießen Sie die Zeit in Kassel.

Ihre und Ihr

Prof. Dr. med. S. Marnitz,
Privatpraxis RadioOnkologie Vosspalais Berlin

Kongresspräsidentin

PD Dr. med. habil. G. Klautke,
Klinikum Chemnitz gGmbH
Kongresspräsident